Bluffen, aber bitte glaubwürdig

Wenn es in einer Diskussion ums Pokern geht, dann gehört es ebenfalls auch dazu, sich über das Bluffen zu unterhalten. Aber erst einmal sollten wir verstehen, was wir eigentlich unter einem Bluff verstehen.

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Wenn wir einen Bluff anbringen, dann spielen wir unsere Hand, obwohl unsere Karten eigentlich nicht so gut sind. Trotzdem wollen wir die anderen Spieler dazu bringen zu glauben, dass wir das bessere Blatt haben. Wollen wir uns zu guten Spielern entwickeln, dann gehört auch dazu, einen guten Bluff anbringen zu können.

Auch die Continuation Bet ist eine Form des Bluffens. Näher erklärt bedeutet das, dass wir mit einer guten Starthand wie A – K weiterspielen, obwohl wir nach dem Flop nichts getroffen haben. Die Continuation Bet ist die einfachste Form des Bluffs, aber auch diejenige, die uns am meisten bringt. Aber schauen wir uns nun an, welche wichtigen Punkte wir beachten müssen, um einen gelungenen Bluff anzubringen.

Die Position

Bei vielen Strategien nimmt die Position eine überaus wichtige Rolle ein. Bevor wir uns also dafür entscheiden, einen Bluff anzubringen, schauen wir uns unsere Position an, und zwar die relative, die den Bezug zum Raiser bedeutet sowie die absolute; das ist diejenige im Bezug zum Dealer. Sicher gibt es auch den Bluff OOP (Out of Position), aber dazu in einem anderen Artikel mehr.

Warum ist unsere Position so von Bedeutung? Ganz einfach, je nach Position, die wir gerade am Tisch einnehmen, fällt es uns schwerer oder leichter, unseren Bluff durchzuziehen, denn so erkennen wir, ob der Gegenspieler Schwäche oder Stärke zeigt.

Unser Image am Tisch

Mit unserer Spielweise erhalten wir am Spieltisch ein bestimmtes Image. Das hängt davon ab, wie viele Hände wir spielen, wie viel wir callen oder raisen. Spielen wir sehr viele Hände, callen oder raisen wir gar oft, dann ist ein Bluff wenig glaubwürdig, denn unsere Gegner werden den Bluff nicht als solchen erkennen; schlimmer noch, sie werden uns schwerlich respektieren und fürchten, denn schließlich spielen wir ja immer so.

Ein Bluff wird also dann von Erfolg gekrönt werden, wenn wir als tighter Spiele gelten. Tighte Spielweise bedeutet, dass wir nur unsere guten Hände spielen und diese sehr aggressiv. Wenn wir callen oder raisen, werden die anderen Spieler der Meinung sein, dass wir wirklich eine gute Hand haben.

Der Stack

Oft wird die große Bedeutung des Stacks übersehen. Wir sollten immer im Auge behalten, dass wir genügend Chips für unseren Bluff zur Verfügung haben. Wenn wir noch rund 1.000 $ haben, unser Gegner aber nur noch 300 §, dann ist der Zeitpunkt für einen Bluff denkbar schlecht, denn der andere Spieler hat schon viel in den Pot investiert und kann gar nicht anders als weiterzuspielen. Es wird uns nicht gelingen, ihn aus dem Pot zu bluffen.

Wer ist mein Gegner?

Wenn wir wollen, dass unser Bluff gut funktioniert, dann schauen wir uns unsere Gegner gut an. Dabei gilt, dass wir nur gegen jene Spieler erfolgreich bluffen können, die mit Verstand spielen, denn sie schauen nicht nur auf die eigene Hand, sondern versuchen auch herauszufinden, was die anderen Spieler haben könnten. Wir erkennen ihn daran, dass er häufig die Zeitbank ausschöpft und am Ende trotzdem foldet. Spielen wir auf niedrigem Limit, dann ist es mit dem Bluffen sowieso recht schwer.

Den Gegner lesen

Wenn wir der Meinung sind, dass der Gegner K – K oder Q – Q auf der Hand hat und auf dem Board erscheint ein Ass, dann ist das eine gute Gelegenheit für einen Bluff. Auch der Spieler mit der guten Hand wird meine, dass wie ein Ass in der Hand halten. Aber auch wenn wir schon gefoldet haben, beschäftigen wir uns nicht mit anderen Dingen, sondern wir beobachten das Geschehen am Tisch.

Das Board

Ein weiterer Fehler, der häufig vorkommt, ist die Tatsache, dass das Board nicht ausreichend beachtet wird. Wollen wir den Gegner dazu bringen, seine Hand zu folden, dann sollten sich auf dem Board Karten befinden, vor denen er Angst hat, zum Beispiel ein König, der auf dem Turn erscheint oder vier Karten der gleichen Farbe. Ein Bluff hat gar keinen Sinn, wenn das Board gar keine gute Kombination zulässt. Mit dem Sammeln und dem korrekten Auswerten der Informationen können sich unsere Bluffs wahrlich profitabel auswirken.

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Veröffentlicht am 29. September 2013 in Poker und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Hat dies auf Roberto Oberhauser rebloggt und kommentierte:
    jo so is mitn „bluffen“ 😉

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