Noch ein Poker-Pro verlässt PokerStars

In den vergangenen Wochen waren in den einschlägigen Medien immer wieder Berichte zu hören und zu lesen, dass sich PokerStars und Full Tilt Poker von einer Reihe ihrer Spieler getrennt haben. Darunter waren viele sehr bekannte Namen. Wie es aussieht, geht die Unternehmenspolitik in eine andere Richtung, seit sich Amaya Gaming bei den Poker-Riesen eingekauft hat. Nun verabschiedet sich auch die Profi-Spielerin Victoria Coren Mitchell, aber nicht, weil PokerStars ihren Vertrag auslaufen lässt, sondern weil die Spielerin selbst geht.

victoria-coren

Grund für die Trennung ist nach den Worten, die Victoria Coren Mitchell auf ihrem Blog veröffentlicht hat, das neue Casino-Portfolio von PokerStars. Neben Poker kann man nun auch Roulette, Blackjack und Slots spielen. Diese Nachricht kam für Mitchell sehr überraschend und sie wusste, dass sie sich schnell entscheiden müsse, was nun zu tun ist. Sie hat auch nicht lange darüber nachdenken wollen, sondern hat das getan, was ihr ihr Gefühl und ihr Gewissen geraten haben.

Victoria Coren Mitchell ist seit 2007 bei PokerStars und es war für die Spielerin eine schöne Zeit, die sie sehr vermissen wird. Vor allem die vielen Freunde, die sie dort hat. Als sie ihre Entscheidung getroffen hatte, konnte sie sich auch eines Gefühls der Angst nicht erwehren. Was sie in Zukunft tun wird, das weiß sie noch nicht genau; aber wahrscheinlich wird sie nicht mehr so oft auf Reisen sein und sich auf das Online-Spiel konzentrieren.

Mit ihrem Weggang will sie an PokerStars auch keinerlei Kritik üben, denn Geschäft ist nun mal Geschäft, da kann man nichts machen. Es wird ein neues Produkt ins Angebot aufgenommen, das sich die Leute gewünscht haben. Dagegen ist nichts einzuwenden. Sie selbst spielt auch gern in einem Casino und sie weiß auch, dass sich PokerStars für das verantwortungsvolle Spiel einsetzt. Trotzdem will sie nicht, dass ihr Name damit in Verbindung gebracht wird.

Für die Spielerin ist nun mal Poker das Spiel, das sie liebt und sie hat die Vereinbarung getroffen, nur für das Pokerspiel zu werben und nicht für andere Produkte. PokerStars hat ihr zwar versichert, dass sie mit den Casinospielen nichts zu tun haben muss, doch trotzdem hat sie sich dagegen entschieden, denn so möchte sie ihr Geld nicht verdienen.

Casinospiele sind dem Spieler gegenüber immer im Vorteil und bergen auch großes Suchtpotential; das ist bei Poker nicht so. Mitchell wird sich die Entwicklung von PokerStars nun von außen anschauen; vielleicht gibt es eines Tages einen Weg zurück, sagte die Profi-Zockerin. Sie will nichts ausschließen. Sicher ist, dass man sie auch künftig an den Spieltischen der EPT und der UKIPT sehen wird. Bis dahin wünscht sie allen Spielern viel Glück.

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Veröffentlicht am 27. November 2014 in Nachrichten und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 3 Kommentare.

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