Glücksspiel – Wie sieht es in der Zukunft aus?

In Deutschland unterliegen die Casinospiele einer sehr strengen Regelung, vor allem in den Spielbanken. Dort aber macht man sich Sorgen um das weitere Bestehen der landbasierten Glücksspieltempel, denn die Konkurrenz ist groß.

poker etikette

Bei der Konkurrenz bezieht man sich vor allem auf das immens große Angebot im Web sowie auf die zahlreichen Casino-Cafes, die quasi an jeder Ecke der Stadt zu finden sind. Viele von ihnen verfügen noch nicht einmal über eine gültige Lizenz, wodurch die Einnahmen natürlich in den Taschen der Betreiber landen und nicht in der Staatskasse.

Und wie sieht es in den Spielbanken aus? Schauen wir mal auf die größte und umsatzstärkste Vertreterin der Branche in Berlin am Marlene-Dietrich-Platz. Während sich im ersten Stock die Kugeln im Roulette-Kessel drehen oder die Spieler am Blackjack-Tisch sich spannende Duelle mit dem Dealer liefern, wird im Erdgeschoss gepokert. Vor allem dort ist der Verkehr groß, was unter anderem auch dem Poker-Angebot im Web zu verdanken ist. Da ist das Interesse, es auch mal mit realen Gegnern aufnehmen zu können, recht groß. Weiter unten im Untergeschoss werden die blinkenden Spielautomaten gefüttert.

Auf den ersten Blick sieht es doch recht gut aus, mag sich der Beobachter denken. Aber das täuscht, auch wenn das Casino am Alexanderplatz bereits geschlossen wurde. Rund 1.500 Gäste sind täglich in der Spielhalle zu Besuch. Am Wochenende können es auch mal 2.000 werden. Aber vor ein paar Jahren konnte man noch 3.000 Gäste täglich willkommen heißen, sagte der Manager Günter Münstermann, aber seit 2008 sind die Besucherzahlen rückläufig.

In den vergangenen fünf Jahren mussten fünf Spielbanken in Deutschland geschlossen werden, weil sich der Betrieb nicht mehr als rentabel erwies. Viele Spieler sind ins Web abgewandert und nutzen dort das ungemein große Spielangebot oder sie suchen eine der zahlreichen schlecht überwachten Spielhöllen in der Nachbarschaft auf.

Währenddessen hat man in der Spielbank eigentlich nichts gegen strenge Auflagen einzuwenden, schließlich ist es notwendig, suchtgefährdete Spieler durch Kontrollen zu schützen. Auch wirtschaftlich hat man eigentlich keinen Gewinn durch pathologische Spieler, denn die sind in kurzer Zeit pleite. Besser ist es, sich um Stammkunden zu kümmern, die schon seit Jahren die Räumlichkeiten mit gut gefüllter Geldbörse besuchen. Sie halten sich an ihr gesetztes Limit und investieren auch gern mal etwas in einen Drink.

In jedem Jahr werden rund 300 Spieler gesperrt. Der Antrag dafür wird oft auch von Angehörigen gestellt oder aber von der Firma, für die gearbeitet wird. Es ist auch schon vorgekommen, dass ein Mitglied eines Betriebsrats die Gehälter der Angestellten verzockt hat.

Schaut man sich die Spielbank Berlin an, so zählt man 400 Mitarbeiter und einen Umsatz in Höhe von 94 Millionen Euro, von dem etwa eine Million als reiner Gewinn übrig bleibt. Immerhin gehen 98 % gleich an die Staatskasse.

Der Löwenanteil wird in das Spiel am Slot investiert. Allerdings ist es sehr schwer zu erfassen, wie viel Geld in die Online Casinos oder in die Casino-Cafes investiert wird. Eine Studie, die sich mit dieser Thematik auseinandergesetzt hat, spricht von etwa 300 Millionen Euro.

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Veröffentlicht am 26. November 2013 in Casino Artikel, Startseite und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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